Was ist Coopetition? – Wie Wettbewerb gesund auf dein Team wirken kann

von | Mrz 24, 2017 | 0 Kommentare

Wer kennt ihn nicht: den überehrgeizigen Kollegen, der zu allen in Konkurrenz tritt und damit scheinbar die Teamatmosphäre vergiftet. Wie kommen Leute nun darauf zu sagen: „Ein gewisses Maß an Wettbewerb ist gesund für die Teamatmosphäre.“ Ein gesunder Wettbewerb – was ist das?

Um diese Frage zu klären, müssen wir uns damit beschäftigen wie Konkurrenz, Wettbewerb und Kooperation in Teams zusammenspielen.

Das Tübinger Leibniz-Institut für Wissensmedien hat herausgefunden, dass Wettbewerb gar nicht so schlimm ist, wie wir immer denken. Sie haben sich Teams angeguckt und dabei die folgenden Situationen beobachtet:

  • Wie sind die Arbeitsergebnisse, wenn Teams im Wettbewerb arbeiten?
  • Wie sind die Arbeitsergebnisse, wenn Teams in Kooperation arbeiten?
  • Wie sind die Ergebnisse, wenn Teams in „coopetition“ arbeiten?

Coopetition kommt aus dem Englischen. Es setzt sich aus den Wörtern competition (engl. für: Wettbewerb) und cooperation (engl. für: Kooperation) zusammen. Das heißt also, dass Teams zwar kooperieren aber dennoch auch im Wettbewerb zueinander stehen.

Die besten Arbeitsergebnisse erzielten Teams, die in jener coopetition gearbeitet haben.

Im Genauen bedeutet das, dass Teammitglieder einerseits im Wettbewerb zueinander standen, aber andererseits für die Relevanz des Teamergebnisses kooperierten.

Was ist also der interessante Rückschluss, den wir daraus ziehen können?

Auf der einen Seite kann es Sinn machen Mitarbeiter in irgendeiner Form einzeln zu belohnen und ihnen Einzelanreize zu setzen. Gleichzeitig kann es auf der anderen Seite Sinn machen auch bewusst den Erfolg als Team zu würdigen.

Entwicklung einer Coopetition

Entwicklung einer Coopetition

Das setzt voraus, dass jeder Mitarbeiter innerhalb des Teams einzeln bewertet wird. Zusätzlich versetzt man Teammitglieder in freundschaftliche Konkurrenzsituation zueinander, um im Endeffekt das Ergebnis des gesamten Teams zu bewerten.

Im Umkehrschluss heißt das also, dass jeder Mitarbeiter nur eine positive Gesamtbewertung erhalten kann, wenn er sowohl einzeln (Wettbewerbsseite) als auch als Teamplayer (Kooperationsseite) funktioniert. Nur wenn beide Seiten erfüllt sind, erfolgt eine Belohnung.

So wird eine coopetition,also ein „gesunder Wettbewerb“ erzeugt, die am Ende das ganze Team nachweislich produktiver, leistungsfähiger und besser macht!

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