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Manche Menschen wünschen sich, dass ihr Leben so richtig einfach ist. Mache ich A, passiert B. Ganz einfach. Ganz vorhersehbar. Nein, tut mir leid, das gibt es nicht.

Unser Leben ist kein Lagerfeuer. Denn bei einem Feuer wäre es so: Kippe ich ein bisschen Benzin rein, brennt es ein bisschen. Kippe ich sehr viel Benzin rein, brennt es sehr. Doch diese Logik funktioniert schon nicht mehr, wenn ich ein Auto statt eines Feuers nehme. Denn mehr Benzin bedeutet nicht, dass das Auto schneller kommt. Es definiert am Ende nur die Reichweite.

Das heißt, dass Quantität (also die Menge) nicht immer ein Indikator für die Qualität (das Ergebnis) ist. Mehr bringt nicht immer mehr. Dessen bist du dir schon heute bewusst. Und trotzdem steckt da eine Erkenntnis drin, die du so wahrscheinlich noch nicht, zumindest nicht bewusst, gehabt haben wirst.

Im Grunde verfügst du über zwei Motoreinstellungen in deiner persönlichen Business-Maschine Mensch: Hustle und Chillen. Mit diversen Abstufungen dazwischen. Du kannst also so richtig Gas geben und dich halbtot arbeiten oder du kannst alles so lange liegen lassen und entspannen, bis du ein schlechtes Gewissen bekommst.

Funfact: Die meisten Unternehmer/innen bekommen ein schlechtes Wissen, sobald ihr Leistungslevel auf das Niveau eines normalen Arbeitnehmers absinkt.

Wir gehen also davon aus, dass du über verschiedene Gänge verfügst, wie ein Auto oder ein Fahrrad. Aber, und das ist die Kernfrage: Die Person, die die Gänge einlegt, kann die auch wirklich gut entscheiden, wann der richtige Moment für welchen Gang ist? Denn du hast dir selbst oft genug bewiesen, dass du so richtig ranklotzen kannst. Du weißt auch, dass du gut mal alle Fünfe gerade sein lassen kannst. Aber gelingt es dir, richtig gut zu entscheiden, wann der perfekte Moment für Hustle ist? Denn den Hustle dann einzusetzen, wenn es nicht den maximalen Output bringt, ist am Ende nur Energieverschwendung.

Nehmen wir mal an, es gäbe einen Skill, die Fähigkeit zu erkennen, WANN MEHR AUCH WIRKLICH MEHR BRINGT. Und im Gegensatz zur allgemeinen Annahme, ist nicht die Fähigkeit zu hustlen die beneidenswerte Fähigkeit, sondern der Skill zu erkennen, wann der Einsatz von Energie effizient ist.

Du bist ein System. Eine Maschine. Und diese Maschine muss Energie aufwenden, um Ergebnisse zu erreichen. Doch statt einfach nur immer mehr Energie reinzugeben, solltest du dich viel eher mit dem WIRKUNGSGRAD beschäftigen. Also der Frage der Effizienz deines Energieeinsatzes.

Dieser ewige Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung ist im Grunde wie ein Muskel. Ein Muskel, den du trainieren kannst, damit er im richtigen Moment genau das macht, was er machen soll. Dabei ist es kein Widerspruch, denn Anspannung und Entspannung existieren in ewiger Verbindung miteinander. Du kannst nicht dauerhaft in Anspannung sein, ohne in den Burnout zu geraten, oder in dauerhafter Entspannung, ohne in den Boreout zu kommen.

Die Frage ist, wie viel Zeit, Kraft und Gedankenpower du darin investiert hast, gut zu erkennen, wann deine Leistung eine hohe Effizienz hat und die investierte Energie den maximalen Output bringt? Hast du dafür eine eigene Messgröße? Eine eigene Kennzahl?

Nein? Schlecht für dich, gut für deine Konkurrenz.

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