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Der Problembaum als Erweiterung gängiger Analysen (z.B. Risikoanalyse)

von | Mrz 7, 2016 | 0 Kommentare

Im Projektmanagement wird eine Vielzahl von Analysen durchgeführt. Was der einzelnen Projektleitung oft nicht bewusst ist, fällt mir immer wieder auf: Meistens liegt in der Ursache eines Problems auch gleichzeitig die Lösung. Gerade in der Risikoanalyse sehen wir das sehr deutlich. In der Regel arbeiten wir uns in der Risikoanalyse von dem einzelnen Risiko hin zu seiner Ursache, weiter zu den Auswirkungen, dem Schadensausmaß und der Eintrittswahrscheinlichkeit, bis wir sofort wirkende und vorbereitende Maßnahmen entwickeln können.

Doch manche Risiken sind einfach hartnäckig. Sie sind kaum zu knacken und stellen uns vor große Herausforderungen. Ich sehe immer wieder Projektmanager, die dann leichtfertig über die Risiken hinweg gehen und sagen „Uns wird schon noch etwas einfallen“. Meiner Meinung nach ist es viel angebrachter, an dieser Stelle Inne zu halten und sich intensiv mit diesem Risiko zu befassen.

Hilfreich ist hierbei die von Fabian Walter vorgestellte Technik des Problembaums. Bei dieser wird das einzelne Problem deutlich intensiver betrachtet und detailliert in Ursachen und Auswirkungen aufgeteilt. Jedem Bereich ist ein eindeutiger Teil im Baum zugeordnet:

  • Problem = Stamm
  • Ursache = Wurzel
  • Auswirkung = Ast

Oft betrachten wir innerhalb einer Risikoanalyse nur eine Ursache für ein Risiko. Oder wir schreiben alle Ursachen schnell hintereinander, ohne uns näher mit ihnen zu beschäftigen. Der Problembaum hebt unsere Betrachtung sofort auf eine viel größere Detailebene. Hier ein Beispiel:

Der Problembaum

Durch diese intensive Beschäftigung mit dem einzelnen Problem bzw. Risiko werden uns viel mehr Ansätze geliefert, wie wir das Risiko umgehen können. Denn wenn uns für eine einzelne Ursache keine Lösung einfällt, senken wir trotzdem die Eintrittswahrscheinlichkeit, wenn wir einen Großteil der anderen Ursachen ausschließen können.

Der Problembaum bietet sich also vor allem dann an, wenn wir auf der Ebene des einzelnen Risikos keine Möglichkeit zu Vermeidung finden und noch einmal in die detaillierte Analyse gehen müssen.

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