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Na, bist du auch gerade über den Schreibfehler gestolpert? Keine Sorge, das ist keiner. Verfolgreich ist eine Eigenkreation und bedeutet: erfolgreich und trotzdem ein Verlierer.

Ich weiß, es ist hart, dich als Verlierer zu bezeichnen. Aber im Grunde ist es doch so. Du hast dir den Erfolg hart erarbeitet, aber so richtig gut geht es dir damit trotzdem nicht. Es läuft, aber es läuft auch gleichzeitig nicht. Du bist erfolgreich und trotzdem stellt sich das Gefühl bei dir nicht ein, das für dich mit Erfolg einhergehen sollte.

Das liegt daran, dass du dir ein System erschaffen hast, in dem du zwar erfolgreich bist, das aber zugleich schädigend für dich ist. Vielleicht reichen die Finanzen nicht. Vielleicht hängt zu viel an deinen Schultern. Vielleicht hast du das Gefühl, dauerhaft unter Strom zu stehen. Unterm Strich kannst du deinen Erfolg nicht genießen.

Um zu verstehen, wo du gerade stehst, lohnt es, sich einfach mal deine Historie anzuschauen. Oder nehmen wir als Beispiel meine Historie: Mir gehörte mal eine Manufaktur. Wir waren extrem erfolgreich und in der Nische, in der wir unterwegs waren, einer der Markführer. Was hat das für mich bedeutet? Enorm viele Sorgen. Wusstest du, dass starkes Unternehmenswachstum bedeutet, dass du de facto nie Geld hast? Du bist ständig dabei zu reinvestieren. Aber meistens passiert das nicht bewusst („Wir investieren jetzt 200.000 Euro“), sondern es passiert einfach so. Ich nenne das „stille Investments“. Du gehst einfach immer den nächsten logischen Schritt. Dadurch mag dein Wachstum gut sein, doch deine Liquidität ist dauerhaft am Boden. Und das ist etwas, das dich kleinhält.

Vielleicht war dir Geld früher gar nicht so wichtig. Doch das hat sich jetzt geändert. Dein Unternehmen ist größer geworden. Du trägst die Verantwortung für andere Menschen, die bei dir arbeiten. Du trägst die Verantwortung für das Unternehmen, das du aufgebaut hast. Doch dieser Druck macht dich fertig. Er macht dich kaputt. Und er sorgt dafür, dass du dich trotz deines Erfolgs einfach nicht erfolgreich fühlst. Du weißt, dass du es bist – doch zugleich bist du es nicht.

Das liegt übrigens unter anderem daran, dass sich deine Motivatoren verschoben haben. Steven Reiss hat dazu ein spannendes Modell der 16 Lebensmotive entwickelt. Und wir können davon ausgehen, dass dich heute nicht mehr das antreibt, was dich noch vor ein paar Jahren angetrieben hat. Das wiederum führt zu Gedanken wie „Eigentlich müsste ich doch glücklich sein. Ich habe doch jetzt erreicht, was ich wollte. Warum bin ich trotzdem nicht glücklich?“

Hier lässt sich ganz klar sagen, dass weder dein Leben noch deine Ziele statisch sind. Jeder Moment, den du lebst, zahlt auf dein Erfahrungskonto ein. Und gerade solche intensiven Aufbauphasen sind es, die enorm auf das Lebenskonto einzahlen. Dadurch veränderst du dich. Und schon ist es so, dass dir Dinge, die dir noch vor ein paar Monaten wichtig waren, inzwischen nicht mehr wichtig sind.

Jetzt kommt das Problem: Du hast gelernt, wie man ein Unternehmen aufbaut. Du hast gelernt, wie man hustled. Du hast gelernt, wie du dich selbst so einsetzen kannst, dass maximaler Aufbau in kurzer Zeit passiert. Doch das ist es nicht, was du jetzt brauchst. Die Anforderungen haben sich verändert.

Nun wird der nächste Skill von dir benötigt: das Unternehmen so aufzubauen, dass es möglichst autark ohne dich laufen kann. Dass du gerade nicht mehr das Nadelöhr bist. Und auch, dass eine größere finanzielle Stabilität entsteht. Dass Investments geplant werden und dass eine Cashreserve entsteht.

Es ist Zeit, dass du dich weiterentwickelst und den Hustle-Mode verlässt. Es ist Zeit, dass du erkennst, was deine AKTUELLEN Motivatoren sind und was du JETZT in dieser Phase wirklich vom Leben möchtest. Es ist Zeit, dass du es dir genau so einrichtest.

Was werden deine nächsten Schritte sein?

Du möchtest mich besser kennenlernen oder in Kontakt mit mir bleiben? Dann schau dich gerne um:
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